H. Schmidt kommt in den Himmel -kleine Geschichte-

Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie herausfinden, dass Gott Ihnen heute eigentlich dreiundzwanzigmal in ganz spezifischen Belangen Ihres Lebens Segen zukommen lassen wollte, dass aber nur einmal wirklich etwas davon bei Ihnen angekommen ist? Was vermuten Sie, wäre der Grund dafür?

Es gibt eine kleine Geschichte von einem Herrn Schmidt, der stirbt und in den Himmel kommt. Petrus erwartet ihn am Himmelstor, um ihm eine Führung durch den Himmel zu geben. Inmitten von all der Pracht, den goldenen Straßen, herrlichen Villen und Chören von Engeln, bemerkt Herr Schmidt ein seltsames Gebäude. Es sieht aus wie eine riesige Lagerhalle, ganz ohne Fenster, es gibt lediglich eine Tür. Petrus zögert, als Herr Schmidt ihn bittet, das Innere dieses Hauses sehen zu dürfen.

„Ich glaube nicht, dass du sehen möchtest, was dort drin ist“, sagt er zu dem Neuankömmling.

Warum sollte es im Himmel Geheimnisse geben? fragt sich Herr Schmidt. Was für eine Überraschung mag sich wohl hinter diesen Mauern verbergen?

Als der Rundgang beendet ist, bittet er Petrus erneut, das Innere des Gebäudes sehen zu dürfen.

Schließlich gibt Petrus nach. Er schließt die Tür auf und kann gerade noch zur Seite springen, so eilig hat es Herr Schmidt, ins Innere des Hauses zu kommen. Wie sich herausstellt, handelt es sich wirklich um ein Lagerhaus. Der Raum ist bis unter die Decke mit Regalen angefüllt, in denen weiße Kisten lagern, die alle mit einer roten Schleife zugebunden sind.

Diese Kästen sind ja alle mit Namen versehen!, sagt Herr Schmidt laut zu sich selbst. Er dreht sich zu Petrus um und fragt: Ist auch eins für mich dabei?

„Aber natürlich“, sagt Petrus und versucht, ihn sanft nach draußen zu schieben.“Ehrlich gesagt“, gibt „Petrus zu Bedenken,“ wenn ich du wär….“ Aber Herr Schmidt ist schon auf dem Weg zu dem Regal mit dem Buchstaben „S“ um sein Kästchen zu suchen.

Petrus folgt ihm kopfschüttelnd. Er kommt gerade in dem Moment dazu, als Herr Schmidt die Schleife von seiner Kiste löst und den Deckel abhebt. Da vernimmt Petrus ein Seufzen, jenes tiefe Seufzen, in einem Moment der Erkenntnis und Verstehens, das ihm so vertraut ist. Wie oft hat er es schon hören müssen?

In seinem Kasten fand Herr Schmidt all die Segnungen, die Gott ihm während seines Lebens zugedacht hatte, aber er hatte nie darum gebeten.

„Bittet “ so lautet die Zusage Jesu, „und ihr werdet bekommen“ (Matthäus 7,7)

Ihr bekommt trotzdem nicht, was ihr wollt, weil ihr Gott nicht darum bittet, schreibt Jakobus (Jakobus 4,2 )

Gottes Güte ist unbegrenzt, aber wenn Sie zum Beispiel am gestrigen Tag nicht um seinen Segen gebeten haben, dann haben Sie nicht das volle Maß dessen bekommen, was Gott Ihnen zugedacht hatte.

Genau das ist der Haken, von dem ich oben sprach. Wenn wir nicht bitten, verlieren wir jenen Teil der Segnungen Gottes, der uns nur auf Anfrage gegeben wird.

Ist es für einen Vater nicht Ehrensache, seinem Kind Gutes zu tun, wenn es ihn sehr darum bittet? Genauso ist es für den Vater im Himmel eine große Freude, Sie großzügig zu segnen, wenn sein Segen wirklich das ist, woran Ihnen am meisten gelegen ist.

-Bruce Wilkinson- Das Gebet des Jabez